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| Von Karin Herrmany-Maus

„Onlineuni läuft noch nicht rund – differenzierte Sicht nötig!“

Kommentar von Karin Herrmany-Maus, Fachschafts-Vorsitzende Pflegewissenschaftliche Fakultät

In einem Artikel vom 28.04.2020 berichtete die Rheinzeitung über einige Studierendenvertreter in Rheinland-Pfalz, die die erste Woche des Online-Semesters als kritisch einstufen. Sie fordern, dass das laufende Sommersemester 2020 aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Schwierigkeiten, wie zum Beispiel Serverproblemen, nicht als Regelsemester gewertet wird. Einige Hochschulen verpflichten zudem Studierende wohl während der Online-Präsenz, die Kameras ständig einzuschalten, um die Anwesenheit zu überprüfen. Das erleben Studierende an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar anders.

An der Pflegewissenschaftlichen Fakultät werden die Studiengänge Bachelor Pflegeexpertise, Master Pflegewissenschaft, sowie Bachelor und Master Lehramt Pflege an Berufsbildenden Schulen sowie ein Promotions-Programm angeboten. Hier gibt es weder eine Kamerapflicht, noch gravierende Serverprobleme. Die Umstellung der Präsenzzeiten auf digitale Vorlesungen hat für die Zuständigen innerhalb kurzer Zeit zwar sehr viel Arbeit bedeutet, jedoch hat sich diese Investition gelohnt. Die Onlineuni funktioniert gut. Die gewählte Plattform OpenOlat steht den Rheinland-Pfälzischen Hochschulen zur Verfügung. Sie bietet für jeden Kurs vielfältige Möglichkeiten wie einen digitalen Meetingroom, Literaturordner, Podcasts, oder ein digitales „Whiteboard“. Jeder Dozent/jede Dozentin gestaltet die Online-Vorlesung individuell mit den zu Verfügung stehenden Möglichkeiten, sowohl synchron als auch asynchron. Damit wird die jeweilige Vorlesung interessant und kurzweilig. Die für dieses Semester ausstehenden Referate sind kurzerhand in schriftliche Hausarbeiten mit verlängerter Abgabefrist geändert worden. Für mündliche Prüfungen, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten, sind für viele Studierende individuelle Lösungen gefunden worden. Eine erschwerte Situation jedoch erleben diejenigen Studierenden an der PTHV, die sich zurzeit in einer Qualifikationsarbeit befinden. So sind zum Beispiel zurzeit die Bedingungen für Interviews und die Literaturbeschaffung sehr eingeschränkt. Auch hier bietet die PTHV individuelle Unterstützungsmöglichkeiten und Lösungen. Studierende, die Schwierigkeiten während einer Qualifikationsarbeit hätten, können sich umgehend mit ihrem Mentor/ihrer Mentorin oder den Betreuenden der Abschlussarbeit in Verbindung setzen, damit individuelle Lösungen gefunden werden können, wie z. B. die Umwandlung von Interviews in Telefoninterviews. Dies deutet darauf hin, dass dieses Semester nicht pauschal bewertet werden kann, sondern hier eine differenzierte Sichtweise erforderlich ist.

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Carola Neydenbock, M. Sc.

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