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Pater Markus Hau SAC ist der neue Provinzial der Pallottiner

Er hat eine rheinische Frohnatur, war Stadtpfarrer in Friedberg und ist seit 2017 Missionssekretär. Jetzt tritt Pater Markus Hau am 2. August die Nachfolge von Pater Helmut Scharler als Provinzial an, der nach neun Jahren turnusgemäß aus dem Amt scheidet. Nach Auswertung der Voten der Mitbrüder haben der General und der Generalrat der Pallottiner den 48-Jährigen am 01.06.2022 zum neuen Provinzial der Herz-Jesu-Provinz ernannt.

Dass er die nötige Kreativität und Stärke hat, um Ideen umzusetzen, hat Pater Hau schon oft bewiesen: Er engagierte sich für die Neuausrichtung der Vinzenz Pallotti Universität und setzte sich für den Erhalt der profanierten Pallotti-Kirche ein. An Ostern 2021 lud er dazu ein, Wachsreste als Symbol der Schuld an die Pallottiner zu senden und fertigte mit einer Künstlerin aus dem Wachs die Osterkerze. Jetzt gilt es die Sorgen und Nöte der Mitbrüder wahrzunehmen und sie in die Zukunft zu führen.

Der 48-jährige Markus Hau ist seit 1997 Pallottiner, seit 2004 Priester und leitete von 2008 bis 2017 die Friedberger Stadtpfarrei St. Jakob. Zuvor war er in der Jugendarbeit in Olpe tätig sowie als Kaplan in Vallendar, wo auch die Hochschule der Pallottiner steht. Diese wird Markus Hau auch als Provinzial ein Herzensanliegen sein.

Hau, der gerne Gedichte von Hilde Domin oder Andreas Knapp liest, begreift sich als Lernender. Außerdem ist der überzeugte rheinische Karnevalist, den man an Rosenmontag immer kostümiert erlebt, auch leidenschaftlicher Hobby-Koch. Er weiß von daher vielleicht auch, wem er welche Speisen zubereiten und bringen soll. Nicht von ungefähr hat er sich daher passend dazu Verse von Hilde Domin als Primiz-Spruch ausgewählt:

Nimm den Eimer

trage dich hin

Wisse du trägst dich

zu Dürstenden

Wisse du bist nicht das Wasser

du trägst nur den Eimer

Geboren ist der Pallottinerpater 1974 in Rheinbach und aufgewachsen in Merzbach, einem kleinen Dorf in der Eifel. Seinen schulischen Weg hat er nicht bei den Pallottinern absolviert, sondern über Realschule und Städtisches Gymnasium. Die Pallottiner kannte er aber aus der Pfarrei – in Merzbach und in Rheinbach.

Nach Wehrdienst und einem angefangenen und schnell abgebrochenen Jurastudium in Bonn kam für den jungen Markus Hau der Wendepunkt. Er selbst beschreibt es so: „Und an genau der Stelle meldete sich Gott sehr heftig bei mir und ich wusste, dass ich ein Leben mit ihm ausprobieren muss.“ 1995 trat er ins Noviziat in Untermerzbach ein. Er studierte von 1997 bis 2003 in Vallendar, unterbrochen von einem Studienjahr an der Gregoriana in Rom.

Brücken in der Provinz bauen

Als Missionssekretär war Pater Hau seit 2017 eine Brücke von der Provinz nach Indien, nach Nigeria, Malawi, Kamerun und Südafrika. Oft unterwegs, um die Hilfsprojekte der Mitbrüder zu unterstützen, zu begleiten. Zu schauen, wo dafür Freunde und Wohltäter zu gewinnen sind. Es ging um Schulen in Indien, um Suppenküchen, Altenheime, Jugendhäuser und HIV-Zentren.

Daneben war es seine Aufgabe, die neuen Einheiten der Pallottiner in Nigeria und Malawi aufzubauen. Als Provinzial werden sich die vielen Fäden zusammenfügen: Afrika und die Hochschule in Vallendar als große Herausforderung und Chance für die Provinz. Die Hochschule als Lernort für Interkulturalität. „Es ist die große Aufgabe, wie wir als weite Welt, als Menschen, Gesellschaft und Kirche, aber auch einfach als Mitbrüder lernen können, einander besser zu verstehen“, sagt Pater Markus Hau.

Information

Nach der Wahl des Provinzials erfolgt nun die Wahl der vier Provinzräte, aus deren Reihen dann der Vizeprovinzial bestimmt wird. Auch diese werden dann vom Generalat in Rom bestätigt und ernannt. Der bisherige Vizeprovinzial Pater Michael Pfenning war ebenso wie Provinzial Pater Helmut Scharler seit 2013 im Amt. Scharler war zudem zuvor drei Jahre Vizeprovinzial. Die Amtszeit des Provinzials beläuft sich auf drei Jahre und ist auf drei Wahlperioden, also neun Jahre begrenzt. Die neue Provinzleitung wird am 1. August ihr Amt antreten. Zur Herz-Jesu-Provinz gehören neben den Stammgebieten Deutschland und Österreich auch die Delegaturen Malawi, Nigeria und Südafrika sowie die Delegaturen Spanien und Kroatien.

Kontakt

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Katja Schmitt

Vinzenz Pallotti University
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