Veranstaltungen des Ethik-Instituts

Veranstaltungen 2022

Bild: Kristiana Schwarz

"Markt der Möglichkeiten"

Das Ethik-Institut lud zusammen mit der Katharina Kasper Stiftung am 30. April 2022 zur 16. Medizin-ethischen Fachtagung ein. Thema in diesem Jahr war die Samenspende und die damit implizierten Rechte der daraus entstandenen Kinder. Insgesamt wurden den insgesamt 50 Teilnehmenden vier Fachvorträgen aus den Bereichen Medizin, Recht, Ethik und Selbsthilfeorganisationen vorgestellt, deren Inhalte in der abschließenden Podiumsdiskussion kontrovers diskutiert wurden.

Das Thema der Samenspende bietet mit seinen Implikationen für die Rechte der daraus entstandenen Kinder Diskussionsbedarf.

Dr. Sebastian Hagelauer, Arzt im Kinderwunschzentrum Mittelrhein, legte dazu zu Beginn die Grundlagen aus. Er führte sehr verständlich und kompetent in die reproduktionstechnischen Methoden ein. Dabei zeigte sich die theoretische Machbarkeit von Methode und deren Grenzen (z. B. Verbot der Eizellenspende in Deutschland). Zum Hintergrund: Die Samenspende ist eine gängige Unterstützungsmethode bei verschiedenen medizinischen Vorerkrankungen.

Frau Dr. Petra Kutscheid, Medizinethikerin der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper, knüpfte an die Perspektive des Kindes in seinem Lebensrecht und seiner eigenen Würde an. Sie problematisierte u. a. die Leihmutterschaft und den Handel mit reproduktiven Materialien. Es gehe in dieser ernsthaften Diskussion nicht ausschließlich um richtig oder falsch, sondern vorrangig um die Einbeziehung der Anwaltschaft des Kindes.

Frau Dr. Helga Müller, eine auf Samenspenden spezialisierte Rechtsanwältin aus Frankfurt, untermauerte die Thematik mit den entsprechenden juristischen Hintergründen. Ihre Arbeit widmet sich der Aufgabe, Spenderkindern Einblicke in ihre Herkunftsunterlagen zu ermöglichen. Trotz klarer rechtlicher Regelung sei dies jedoch immer noch schwierig und benötige aus diesem Grund juristische Anwaltschaft. Durch das Wissen der Vaterschaft erfolgt zunehmend auch der Suchwunsch nach Halbgeschwistern.

Frau Anne Meier-Credner informierte als Psychologin, Psychotherapeutin und Mitglied der Selbsthilfeorganisation „Spenderkinder e.V.“ über ihre Arbeitsinhalte. Sie machte in ihrem Vortag die Bedeutung der Rolle des genetischen Vaters deutlich und stellte heraus, welche Auswirkungen dies auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder hat.

In der abschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dipl Soz. Arb. Barbara Heun ergab sich ein Perspektivwechsel vom Wunsch der Eltern zu dem erwünschten Kind. Dabei wurde deutlich: Beratung und Begleitung ist ein wichtiges Angebot über die medizinischen Angebote hinaus.

Zum Abschluss der Tagung, die erstmals im Hybridformat stattgefunden hat, zeigten sich die digitalen wie präsenten Teilnehmenden sehr bewegt und ermutigt, die Diskussion weiterzuführen.

Die Vortragsinhalte der Referierenden können über die Katharina Kasper Stiftung angefragt werden.

© Ethik-Institut und Katharina Kasper Stiftung

Veranstaltungen 2021

© Inge Hülpes/Bistum Trier

© K. Schwarz

© K. Schwarz

"Markt der Möglichkeiten"

Trier, den 25.09.2021: Bei der Feier des 70-jährigen Bestehens der Theologischen Fakultät Trier und dem Gedenktag des Fakultätspatrons Hieronymus wurde ein „Markt der Möglichkeiten“ geschaffen, auf dem auch das Ethik-Institut Vallendar-Trier vertreten war. Ehrengast an diesem Tag war der Erzbischof und Apostolische Nuntius Nikola Eterovi?, der gemeinsam mit Bischof Dr. Stefan Ackermann das Akademische Forum besuchte. Als einer von sieben Ständen, hatte das Ethik-Institut die Möglichkeit, seine Arbeit vorzustellen. Im Gespräch mit dem Nuntius legte Prof. Dr. Ingo Proft, Direktor des Ethik-Instituts dar, wie das Institut aufgebaut ist, welche Themenschwerpunkte an seinen Standorten Vallendar und Trier bearbeitet werden und schlug dabei immer wieder eine Brücke zur praktischen Arbeit der Ethik in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, die das Ethik-Institut und der Ethikrat unter anderem berät. Der Anlass wurde auch genutzt, um den neuen Studiengang „Theologie und Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen“ vorzustellen. Dieser bietet eine solide akademische Ausbildung für das künftige Führungspersonal im Gesundheits- und Sozialsektor. Die Schwerpunkte liegen auf christlicher Anthropologie, nachhaltigem Handeln in Gesellschaft und Kultur, aber auch auf der Vermittlung von Management- und Leadership-Kompetenzen.

© Inge Hülpes

© Inge Hülpes

© Inge Hülpes

©W. Lerchen

"Jesus Christ Superstar - Glaube in Pop-Kultur"

Am 18. – 19.06.2021 fand an der Vinzenz Pallotti University (VPU) ein Seminar mit dem Titel „Jesus Christ Superstar – Glaube in Pop-Kultur“ statt. Es nahmen sowohl Studierende der Vinzenz Pallotti University, als auch der Theologischen Fakultät Trier an dem gemeinschaftlich veranstalteten Blockseminar teil, das unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Proft und JProf. Dr. Stefan Laurs stand.

Thema der Veranstaltung war eine aktuelle Verbindung von Glaube, Sinnfrage und Musik. Es zeigte sich: Religiöse Motive erfahren in der Musik seit Jahrhunderten eine große Aufmerksamkeit. Im 20. Jahrhundert hat sich jedoch eine völlig neue Musikkultur etabliert, die abseits institutionalisierter Formen des Glaubens eine ganz eigene Suche nach Gott begründet. Zwischen einem wiedererstarkten Paganismus, esoterischer Wohlfühlkultur, politischen Protestsongs oder einfach nur absatzorientiertem Livestylepop hat sich neuerlich auch eine wachsende christliche Musikszene entwickelt. Der Vielzahl moderner Ausdrucksformen, sozialer Milieus und Kulturen auf der Suche nach Gott wurde in Form dieses interdisziplinären Seminars nachgespürt. Die Studierenden wurden eingeladen, sich aktiv und praxisnah durch die Wahl eines eigenen Vortragssongs auf eine musikalische Reise zu begeben und neue hermeneutische Zugänge zur Theologie zu erschließen.

©K. Schwarz

© bbt-Gruppe

Symposium Assistierter Suizid

Am 26.04.2021 fand das Symposium zum Thema „Assistierter Suizid“ statt. Zu den Veranstaltern gehörten u.a. das Ethik-Institut Vallendar-Trier, die Malteser, die BBT-Gruppe und die Hildegard Stiftung.

© Ethik-Institut

Leadership and Management

Am 22.-23. Februar 2021 begleitete Prof. Dr. Ingo Proft, Direktor des Ethik-Instituts Vallendar-Trier, den vierten Teil der Fortbildungsreihe „Corporate Social Responsibility“. Der zweitägige Online-Kurs stand unter dem Thema „Leadership und Management“. Die 15 TeilnehmerInnen beschäftigten sich in insgesamt vier Einheiten mit verschiedenen Führungstypen, Managementtools, dem Begriff der Unternehmenskultur und der „Kultur der Achtsamkeit“. Der Kurs war mit theoretischen und praktischen Bausteinen gestaltet, was den TeilnehmerInnen ermöglichte, das kürzlich erworbene Wissen direkt praktisch anzuwenden.

Veranstaltungen 2020

© Caritasverband Diözese Trier

Selbstbestimmung am Lebensende

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “caritas concept” des Bistums Trier wurde Prof. Dr. Ingo Proft zum Thema “Selbstbestimmung am Lebensende” interviewt.

© B. Leuchtenberg

Trierer Hospizabend 2020

Trier, den 14.10.2020 – Knapp 130 Interessierte nahmen am vergangenen Mittwoch am Trierer Hospizabend teil und füllten die Konstantinbasilika fast bis auf den letzten möglichen Platz. Anlass war der Welthospiztag, der traditionell im Oktober begangen wird.

Wegen der aktuellen Corona-Pandemie fand der jährliche Trierer Hospiztag in geändertem Format als Hospizabend statt. Institutionen und Vereine aus Kirche, Sozialwesen, Pflege und Gesundheit hatten zum Vortrag von Prof. Dr. Ingo Proft zum Thema „Ich will niemandem zur Last fallen! – Autonomie am Lebensende“ eingeladen. Zu Beginn seines Vortrags stand die Klärung der Begriffe „Autonomie“ und „Selbstbestimmung“. Er betonte, dass je nach persönlicher Lebenshaltung diese Begriffe sehr unterschiedlich definiert werden können. So gebe es neben der christlichen Deutung von Selbstbestimmung als unantastbares Geschenk auch leistungstheoretische, kommunikationstheoretische oder werttheoretische Ansätze. „Gerade an der Grenze des Lebens bedarf es eines besonderen Gespürs für individuelle Bedürfnisse, für die Persönlichkeit und die Lebensbiografie des jeweiligen Menschen. Hier braucht es Sensibilität und Offenheit und den Mut zuzuhören“, so Ingo Proft.

Da aus Gründen des Infektionsschutzes nicht alle Interessierten an dem Hospizabend teilnehmen konnten, wurde der Vortrag von Prof. Dr. Ingo Proft aufgezeichnet.

© Ethik-Institut

Kursstart "Human Development"

In Kürze startet ein Zertifikatskurs zum/zur Personalentwickler/-in mit dem Thema “Human Development”.

Die zertifizierte Weiterbildung befähigt Personalentwickler, strategische Maßnahmen aus den Unternehmenszielen abzuleiten, operative Personalentwicklungs-maßnahmen (Aus-/Fort- und Weiterbildung) zu entwickeln und eine nachhaltige unternehmensweite Lernkultur zu implementieren. Auf Basis konkreter Fragen werden praxisnah Interessen und Fähigkeiten der Mitarbeiter aufgegriffen und kooperativ personalisierte Kompetenzmodelle für eine erfolgreiche Personal- und Organisationsentwicklung erarbeitet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier und unter info@ethik-institut-vallendar.de

Ethik-Institut Vallendar-Trier eröffnet

Trier/Vallendar, den 28.07.2020 – Nicht erst die Corona-Krise hat gezeigt, dass ethische Fragen insbesondere mit Blick auf den Gesundheitssektor zunehmen und an Komplexität gewinnen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, haben die Vinzenz Pallotti University (VPU), die Theologische Fakultät Trier und die BBT-Gruppe (Barmherzigen Brüder Trier) als konstitutiver Kooperationspartner gemeinsam das Ethik-Institut Vallendar-Trier gegründet. Am 24. Juli 2020 ist das Institut im Rahmen eines Festaktes eröffnet worden. Im Anschluss segnete Bischof Dr. Stephan Ackermann die Räumlichkeiten im Geburtshaus des Begründers der Katholischen Soziallehre, Oswald von Nell-Breuning, ein.

Der Standort Trier unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Proft (VPU) setzt seine Schwerpunkte auf Organisations- und Unternehmensethik und versteht sich als Ergänzung zu dem 2006 von Prof. em. Dr. Heribert Niederschlag SAC gegründeten Ethik-Institut an der VPU, das vornehmlich Fragen der Medizin- und Pflegeethik untersucht. In Planung ist außerdem die Einführung des Masterstudiengangs Theologie und Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen.

Vortragsprogramm "Angewandte Ethik" 2020

Kursstart "Human Development"

In Kürze startet ein Zertifikatskurs zum/zur Personalentwickler/-in mit dem Thema “Human Development”.

Die zertifizierte Weiterbildung befähigt Personalentwickler, strategische Maßnahmen aus den Unternehmenszielen abzuleiten, operative Personalentwicklungs-maßnahmen (Aus-/Fort- und Weiterbildung) zu entwickeln und eine nachhaltige unternehmensweite Lernkultur zu implementieren. Auf Basis konkreter Fragen werden praxisnah Interessen und Fähigkeiten der Mitarbeiter aufgegriffen und kooperativ personalisierte Kompetenzmodelle für eine erfolgreiche Personal- und Organisationsentwicklung erarbeitet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier und unter info@ethik-institut-vallendar.de

Offenes Liturgiekolloquium

“Klimawandel – Schöpfung – Liturgie”

Dienstag, 21.01.2020, 18 Uhr

Referenten:
Prof. Dr. Ingo Proft
Prof. Dr. Andreas Redtenbacher

Veranstaltungen 2019

Seminar Wirtschaftsethik

Ist Reichtum unethisch? Wie funktionieren eigentlich Börse, Aktien und Geldanlagen, …?

Am 29. – 30.11.2019 fand an der Vinzenz Pallotti University (VPU) ein Seminar zum Thema Wirtschaftsethik statt. Es nahmen sowohl Studierende aus Vallendar, als auch aus Trier teil. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Proft wurden unter anderem Fragen behandelt wie „Was sind die Unterschiede zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft?“, „Wie kann heute ein nachhaltiges und ethisch verantwortliches Wirtschaften gelingen?“ und „Welche Möglichkeiten haben Privatpersonen Vorsorge zu treffen für Familie, Alter und Rente?“.

Scholarship Fall 2019 Regent College Vancouver

Scholar-in-Residence

Diploma, Catholic Theology and PhD, Moral Theology and Ethics (Catholic University of Vallendar); State Doctorate (Catholic Faculty Trier)

Dr. Ingo Proft is Associate Professor of Theological Ethics, Society, and Welfare at Vallander University, Germany. He began as an assistant in 2005 at the Cardinal Walter Kasper Institute and the Institute of Ethic at the Catholic University of Vallendar. He supported the founding and building up of two institutes during his doctorate, focusing on the combination of dogmatic theology, moral theology, and ethics to give theology a practical relevance for life.
The dogmatic theology aspect of his work includes the editing of the Collected Works of Cardinal Walter Kasper, as well as several “Festschriften.” Dr. Proft has also worked with the Cardinal Kasper Institute, accompanying more than 100 publications and scientific studies of students and international scholars.

Dr. Proft’s 2010 dissertation concerned changes in the German Health Care System, and his subsequent work has continued to focus on ethics. He has taught at high schools and universities in Vallendar, Mainz and Trier as a lecturer of Catholic Theology and Ethics. He is a member of several national research programs in ethics and health care.
In 2016, Dr. Proft was appointed as director of the Institute for Applied Ethics (Vallendar). In 2018, he received the “Lorenz-Werthmann-Price” for his state doctorate about “Epieikeia.”

In fall 2019 he is invited to an international scholarprogram starting a research project “A moral subject in a multicultural society” at Regent College, Vancouver.

Areas of expertise

  • Theological ethics
  • Healthcare
  • Social welfare
  • Cultural and value changes in societies

Bildrechte: Regent College

Corporate Social Responsibility Fortbildung 2019/20

Unternehmerische Verantwortung gegenüber Gesellschaft, Teilgruppen und Umwelt findet Ausdruck im Konzept von Corporate Social Responsibility (CSR). Als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung ist CSR auf die Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales ausgerichtet. Als globales Konzept wird CSR im regionalen Kontext erlebbar (think global, act local). Gerade im Spannungsfeld von Gemeinwohlorientierung, persönlicher Überzeugung und Rentabilität stoßen Unternehmen und Menschen an die Grenzen von Anspruch und Wirklichkeit. Die Auseinandersetzung mit CSR stellt eine Herausforderung und Chance dar, eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu gestalten.

Erfahren Sie jetzt mehr über die Fortbildungsreihe der Hildegard Stiftung et. al. in Kooperation mit dem Ethik-Institut Vallendar!

15. Medizinethische Fachtagung

Vallendar, 11.05.2019

Zum 15. Mal fand die Medizinethische Fachtagung an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Ethik-Institut Vallendar, der Katharina Kasper- Stiftung und dem Institut für wissenschaftliche Weiterbildung (IWW). Die Tagung stand in diesem Jahr unter dem Thema “Pränatales Kindeswohl. Elterliche, ärztliche, beraterische und gesellschaftliche Verantwortung”. Es nahmen insgesamt rund 100 Interessierte teil.
Die vorgeburtliche Entwicklung eines Kindes steht unter vielfältigen Einflüssen auf Zelldifferenzierung, Organ­entwicklung und Wachstum. Neben genetischen und krankheitsbezogenen Faktoren wirken spezifische Schädigungen in unterschiedlichen Schwangerschafts­phasen. Gynäkologlnnen, Hebammen, Beraterinnen in­formieren werdende Eltern über den Umgang mit Alkohol, Nikotin, Medikamenten, Infektionen und Drogen. Sie sehen deren individuelles Verhalten in der Schwanger­schaft, wie die Folgen bei vorgeburtlich geschädigten Kindern mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), Drogen­entzugsproblematik oder anderen körperlichen oder mentalen Auffälligkeiten.
Die 15. Medizinethische Fachtagung näherte sich aus dem medizinischen, präventiven, medizinethischen und elterlichen Blickwinkel der Thematik an. Sie hat mit einer interdisziplinären Podiumsdiskussion die Implika­tionen für den beraterischen Bedarf herausgearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer

Die Veranstaltung wurde mitgeschnitten und kann auf unserem YouTube-Kanal nachgehört werden.

Zu den Podcasts

Bildrechte: Timo M. Kessler

Veranstaltungen 2018

Eigentum - zwischen Freiheitsrecht und sozialem Vorbehalt

Vallendar, 24.11.2018

Zu einem Fachvortrag zum Thema “Wirtschaftsethik – zwischen Anspruch und Wirklichkeit” lud das Ethik-Institut an der VPU interessierte Studierende der Universitäten Vallendar und Trier ein. Nach einer kurzen Einführung zum Verhältnis von Ethik und Ökonomia im Kontext der griechischen Tugendlehre durch Prof. Dr. Ingo Proft stellte Dr. Ludwig Engels, Köln grundlegende Anforderungen und Herausforderungen an eine Wirtschaftsethik dar. Aus wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive berichtete Dr. Engels von zahlreichen Erfahrungen als langjähriges Vorstandsmitglied in den Aufsichtsräten mittelständischer Unternehmen in Deutschland und den USA.

Anschauliche Beispiele aus den Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus, bis hin zur Rüstungsindustrie, erlaubten den Teilnehmern nicht nur einen Einblick “behind the scenes”, sondern schafften zugleich ein Bewusstsein von der Bedeutung einer Verantwortungsethik im Dialog mit Erfolgs- und Gesinnungsethik.

Corporate Social Responsbility (CSR) stellte ebenso einen wichtigen Bestandteil der lebendigen Diskussion im Nachgang des Vortrags dar, wie die Möglichkeit, kulturspezifische Wertvorstellungen unter den Teilnehmern zu diskutieren.

Bildrechte: Ethik-Institut

14. Medizinethische Fachtagung

Vallendar, 28.04.2018

Die 14. Medizinethische Fachtagung nahm sich des Themas “Die Kraft des Wortes” im Rahmen einer interdisziplinären Fachtagung an. Die Zusammenarbeit der Katharina Kasper Stiftung, des Instituts für Wissenschaftliche Weiterbildung und des Ethik-Instituts widmete sich in besonderer Weise der Förderung von Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit dem gesprochenen Wort.

Rund 100 Teilnehmer nahmen das Angebot der Veranstalter war und beteiligten sich aktiv an den Beiträgen und Impulsen zu einer reflektierten Gesprächskultur.

Die Beiträge der Veranstaltung sind als Podcast abrufbar.

Bildrechte: Ethik-Institut

Ringvorlesung Heilung und Heil

Zu Beginn eines jeden Jahres lässt sich ein sprunghafter Anstieg der Mitgliederzahlen in Fitnessstudios feststellen. Zahlreiche Zeitschriften bieten Diäten und Rezepte zum Abnehmen an. Es gibt zunehmend ein Streben nach vermeintlicher Normalität – Norm verstanden Ideal. Doch ist ein BMI von mehr als 24 bereits unnormal und damit ein Defizit? Wo endet letztlich Gesundheit und wo beginnt Krankheit?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich auch der Leiter des Ethik-Instituts an der Vinzenz Pallotti University (VPU), Prof. Dr. Ingo Proft im Rahmen der Ringvorlesung am 25.01.2018 in der Stadtbibliothek Koblenz. Ingo Proft begleitet als Moraltheologe und Ethiker viele Einrichtungen im Gesundheitswesen. In Gesprächen mit Ärzten, Pflegekräften und besonders mit Patienten tauchen diese Fragen immer wieder auf. Eine Identifikation von Gesundheit und Normalität birgt gerade heute viele Gefahren. So wird Gesundheit häufig als eine Selbstverständlichkeit definiert. Mehr noch: Wir nehmen erst dann unsere Gesundheit wahr, wenn wir krank sind.

Bildrechte: Timo M. Kessler

Veranstaltungen 2017

Frankfurter Buchmesse 11.-15.10.2017

Frankfurt, 12.10.2017

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wurden aktuelle Publikationen des Ethik-Instituts präsentiert. Im Fachbereich Theologie stellte Prof. Dr. Ingo Proft (VPU) als Herausgeber bzw. Autor die Bücher “Was heißt schon alt?” sowie “Epikie. Ein integratives Handlungsprinzip” dem interessierten Fachpublikum vor.

Die Bücher sind 2017 im Verlag Grünewald erschienen und können über den Buchhandel sowie über das Ethik-Institut Vallendar bezogen werden.

Blick ins Buch:

Epikie. Ein integratives Handlungsprinzip zur Verlebendigung von Leitbildprozessen in konfessionellen Krankenhäusern

Was heißt schon alt? Theologische, ethische und pflegewissenschaftliche Perspektiven

Bildrechte: Ethik-Institut