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| Von Verena Breitbach

Zusammenhang von Pflegebedürftigkeit und Pflegequalität untersucht

Studie zu PTHV-Projekt PiBaWü erschienen

Das im Winter 2018 an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) unter der Leitung von Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Methoden an der PTHV, gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Katarina Planer von der Hochschule Esslingen abgeschlossene Projekt „Pflege in Baden-Württemberg. Entwicklung struktur- und prozessorientierter Qualitätsindikatoren in der Lang-zeit-Pflege in Baden-Württemberg“ (PiBaWü), ist nun als Studie im Lambertus Verlag erschienen.

Innerhalb dieses auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes, bei dem mit 58 stationären Pflegeeinrichtungen und 54 Pflegeschulen zusammengearbeitet wurde, wurde der Zusam-menhang von Pflegebedürftigkeit (Pflegegraden), Pflegequalität und Personalausstattung der stationären Pflege untersucht. Auszubildende der Pflegeberufe unterstützten das außergewöhnliche Forschungsvorhaben durch die Erfassung der Pflege- und Betreuungszeit bei 2564 Bewohnerinnen und Bewohner über 48 Stunden an drei Tagen in 85 Wohnbereichen, indem sie Pflegekräfte begleiteten.

Die Studie zeigt, dass sich Pflege und Pflegequalität nicht schnell, schlicht und funktional steuern und managen lassen. Pflegebedürftigkeit, Pflege und Pflegequalität sind komplexe Konstrukte, die sich nicht verallgemeinerbar standardisiert quantifizieren lassen. Die Pflege-grade erklären Pflege- und Betreuungszeit maximal zu 23 Prozent. Die Varianz der erhobenen Ergebnisindikatoren ist ebenfalls nicht gut zu erklären. „Deshalb sollten wir Alternativen zu Pflegegraden entwickeln, wenn wir Pflegequalität empirisch fassen wollen. Daher ist es dringend angezeigt, Strategien und Strukturen für interdisziplinäre Pflegeforschung zu schaffen, die Innovationen und Theorieentwicklung fördert, methodische Diskurse entwickelt, und die Expertise der praktisch Pflegenden einbindet“, erklärt Prof. Brühl. Das Projekt wurde im Auftrag des Sozialministeriums von 2015-2018 durchgeführt.

Kontakt

Carola Neydenbock, M. Sc.

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